 Das Projekt: Ost-West-Integration (OWI) an der KVHS Weimarer Land

Das Projekt Ost-West-Integration, kurz OWI, ist ein Projekt des Deutschen Volkshochschulverbands e.V., gefördert vom Bundesministerium des Inneren über das Bundesverwaltungsamt bzw. seit dem 01.01.2003 über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Es wird seit über 10 Jahren an ausgewählten Volkshochschulen durchgeführt.
Abschied von OWI
Jedes Projekt hat einen Anfang, aber auch ein Ende. Nach drei Jahren verabschiedet sich das Projekt Ost-West-Integration aus Apolda und dem Kreis Weimarer Land.
Das in Apolda am 01.08.2005 gestartete Projekt "Ost-West-Integration" beendete am 31.07.2008 nach dreijähriger Tätigkeit seine Arbeit. Es entstand im Rahmen des vom Bundesministerium des Innern und des Deutschen Volkshochschulverbandes geförderten Programms zur Integration von Aussiedlern und Migranten.
Die Aufgabe des Projektes war es, den Zuwanderern bei der sozialen Eingliederung zu helfen und Begegnungsmöglichkeiten für beide Bevölkerungsgruppen, d. h. für Einheimische und Zuwanderer, zu schaffen.
Die so geleistete Bildungs- und Kulturarbeit bedeutete eine hervorragende Ergänzung und Unterstützung des traditionellen Bestandteils der Erwachsenenbildung der KVHS. Während der dreijährigen Arbeit wurde auch ein verbindlich operierendes Netzwerk für Integration im Kreis Weimarer Land geschaffen, sodass nachhaltig viele Aufgaben des Projektes von den OWI-Kooperationspartnern fortgeführt werden.
Für uns als Projektteam (Herr Speiser und Frau Schreiber) waren es drei aufregende, arbeitsreiche und zugleich schöne Jahre, in denen wir zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern versucht haben, den Zuwanderern das Einleben in der neuen Gesellschaft zu erleichtern und zum besseren Kennen lernen von Zuwanderern und Einheimischen beizutragen.
Gesprächskreise und Informationsveranstaltungen, Kurse und Seminare, Exkursionen, Museumsbesuche und Betriebsbesichtigungen, Ausstellungen, Kinderfeste und Aktionstage, Sportveranstaltungen, Kultur- und Traditionsbegegnungen waren wichtige Bestandteile unserer Integrationsarbeit.
Wir ziehen eine positive Bilanz: Im Projektzeitraum hatten wir im Durchschnitt ca. 500 Teilnehmende verschiedenen Alters und Geschlechts, Zugewanderte und Einheimische, in den durch Namenslisten dokumentierten Veranstaltungen und Kursen pro Jahr. Durchschnittlich leisteten wir damit jährlich ca. 750-800 Unterrichtseinheiten. In offenen Veranstaltungen und zu Aktionstagen konnten wir über 2.500 Teilnehmer/innen begrüßen. Genauso wichtig ist es aber auch, dass viele Zuwanderer durch das Projekt ihre neue Heimat besser kennen gelernt haben.
Wie geht es nach OWI weiter?
Zahlreiche Veranstaltungen werden auch in Zukunft eine Fortsetzung finden. Unsere Gesprächskreise für Senioren und Frauen sowie die Schülerwerkstatt finden bereits seit Juli 2007 regelmäßig im Integrativen Begegnungszentrum IBZ "Kennen & Lernen" in der Robert-Koch-Straße 7-9 in Apolda statt. Der Förderkreis Integration als Träger dieses Begegnungszentrums sichert die Nachhaltigkeit unserer Projektarbeit. Wir als ehemaliges Projekt-Team und die ehrenamtlichen Helfer werden sich auch weiterhin für das Ziel der Integration einsetzen.
Die KVHS Weimarer Land als Ort der Begegnung zwischen Einheimischen und Migranten wird auch in Zukunft Integrationsprojekte initiieren und durchführen.
OWI hat in Apolda und im Kreis Weimarer Land Spuren hinterlassen.
Bei allen Projekt-Beteiligten bedanken wir uns herzlich für die Unterstützung und das Engagement! 


Schnappschüsse vom Sommerfest Juni 2006 auf dem Areal des Übergangsheimes für Spätaussiedler





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